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Fahrradträger Test: Anhängerkupplung, Heckklappenträger und Dachträger

Fahrradträger Test (© trendobjects)

Wer Fahrräder bequem transportieren will, um z.B. im Urlaub die Umgebung mit dem Fahrrad zu erkunden, hat eine große Auswahl an Fahrradträgern. Es gibt verschiedene Typen: Soll es ein Kupplungsträger für die Anhängerkupplung (kurz AHK) sein, ein Heckträger oder doch ein Dachträger? Und es gibt verschiedenste Hersteller. Bekannte wie Thule, Westfalia, Atera, Eufab und Uebler; aber auch noch weitere wie MFTMenabo, Mottez, homcom, Bullwing, LAS, etc. Beim Fahrradträger Test zeigt sich, welche Variante und Modelle empfehlenswert sind.

Stiftung Warentest

Leider ist der letzte Fahrradträger Test von Stiftung Warentest schon länger her. In der Ausgabe 06/2011 wurden 14 Produkte getestet. Fünf Dachträger sowie neun Kupplungsträger.

Im Dezember 2015 hat Stiftung Warentest auf einen Test der tschechischen Zeitschrift dTest und der schwedischen Verbraucherorganisation Rad & Rön hingewiesen. Am besten abgeschnitten hatte damals der Thule Euro Classic G6 929. Auch gut abgeschnitten hatte der Atera Strada 3DL. Als ’noch gut‘ wird der Menabo Winny 3 Plus bezeichnet.

Im Mai 2017 wurde auf Tests von tschechischen Verbraucherschützern (dTest) sowie Schweizer Testern von K-Tipp verwiesen. Bei dTest wurden 17 Dachfahrradträger geprüft. Dabei wurden große Unterschiede festgestellt. Einige können das Rad beschädigen, andere das Auto zerkratzen oder nur schwer montieren. Der Testsieger und leicht zu handhaben war der Thule ProRide 598, er bietet laut den Testern einen sicheren Halt der Fahrräder. Ebenfalls überzeugte die Tester der Thule Free­Ride 532, der leicht montiert werden kann und einen sicheren Halt bot.

Die Schweizer Tester von K-Tipp haben in der Ausgabe Nr. 8 / 2017 insgesamt 12 Veloträger getestet. Fünf für die Anhängerkupplung sowie sieben für die Heckklappe. Klare Sieger sind dabei die Träger für die Anhängerkupplung, da sicherer und stabiler laut Test. Am Besten hat der Thule Easy Fold 931 abgeschnitten. Zweiter wurde der Thule Velo Space 917. Auch überzeugen konnte der günstige Fahrradträger Unitec Alu-Atlas Evolution, allerdings hat dieser keinen Diebstahlschutz. Ebenfalls mit einem Gut hat der Fischer Pro Line abgeschnitten. Es können jeweils zwei Fahrräder mit den Geräten transportiert werden, alle vier getesteten Modelle sind auch für E-Bikes geeignet. Die sieben Veloträger für die Heckklappe schnitten alle mit Genügend bis Ungenügend ab und werden von den Testern nicht empfohlen.

Laut Stiftung Warentest sind Dachträger meist am günstigsten und lassen sich schnell montieren. Allerdings müssen die Fahrräder auf das Dach gewuchtet werden. Zudem ist diese Variante meist für E-Bikes nicht möglich, da diese zu schwer für das Dach sind. Nicht vergessen sollte man den erhöhten Spritverbrauch bei dem Transport von Fahrrädern via Dachträger. Dieser erhöht sich um ca. 2 Liter pro 100 Kilometer. Bei einem Heckträger sind es dagegen nur 0,5 Liter mehr.

Auto Motor und Sport / Mountain Bike

Auto Motor und Sport hat zusammen mit der Zeitschrift Mountain Bike im Juni 2017 verschiedene Träger getestet. Dach, Heck, Kupplung, Innenraum sowie ein integrierter Fahrradträger von Opel wurden getestet.

Erwartungsgemäß haben Kupplungsträger und das integrierte System von Opel bei Montage und Beladung ganz klar Vorteile. Die Montage ist einfach, das Beladen mit Fahrrädern durch die tiefe Position kein größeres Problem. Ein Innenraumträger von Radfazz wird als eher umständlich beschrieben. Die Vorderräder der Fahrräder müssen ausgebaut werden, zwei Schraubhaken belegen die Kindersitzverankerung.

Auch Dachträger werden eher als anspruchsvoll bewertet. Je nach Modell kann die Montage auch mal 20 Minuten in Anspruch nehmen. Das Fahrrad über dem Kopf auf ein Auto zu wuchten ist auch nur für Geübte empfehlenswert.

Insgesamt kommt man zu dem Ergebnis, dass Kupplungsträger die beste Lösung für den Fahrradtransport sind. Das getestete Modelle für die Anhängerkupplung war der Uebler X21 S.